Nochmal GRUEN

Eigenartig, bis nach Hamburg kommt die SI GRUEN, nur bei mir Fehlanzeige. Immerhin scheine ich nichts versäumt zu haben, das Urteil von Ole Reißmann ist noch vernichtender als das von Kirsten Brodde:

Gruen ist ein Wohlfühl-Heft, ansprechend aufgemacht, nach dessen Lektüre niemand mit schlechter Laune dem Fleischverzehr entsagt oder fortan aufs Auto verzichtet.

Ob das nun aber seine Ursache darin hat, dass LOHAS genau so etwas erwarten, halte ich für überzogen. Vielmehr sehe ich da ein Wunschbild, das in der Zielgruppe gesehen wird und primär dem entspricht was der Werbemarkt erwartet. Dabei würde ich fast so weit gehen, dass genau an dem Punkt der Mechanismus zu wirken beginnt, wo nicht mehr die immanenten Eigenschaften eine Zielgruppe definieren, sondern von aussen vorgeben werden. In letzter Konsequenz denke ich aber nicht, dass die Strategie erfolgreich sein wird. Jedes Medium, das sich im weitesten Sinne um Gesinnungen schart, ist auf die eigene Glaubwürdigkeit angewiesen. Was hilft’s wenn man nur dem Namen nach GRUEN ist.


Dieser Artikel wurde verfasst von:  Michael Wenzl
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Dieser Artikel wurde am Freitag 14. November 2008 um 15:29 veröffentlicht und ist unter Medien abgelegt. Sie können den Reaktionen mit dem RSS 2.0 Feed folgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen trackback auf diesen Artikel setzen.

3 Kommentare

  1. Manuel schreibt:

    Hat eigentlich schon jemand einen Blick in das seit gestern auf dem Markt seiende (? schreibt man das so?) Klima-Magazin werfen können?

    am 18. November 2008
  2. Michael Wenzl schreibt:

    @Manuel:
    In den Artikeln wird es KLIMA-MAGAZIN referenziert ;-) Ansonsten kann ich noch nicht so viel sagen, gelesen habe ich es heute. So richtig einordnen kann ich es aber noch nicht.

    am 18. November 2008
  3. Manuel schreibt:

    Wenn Du es einordnen kannst, schreib doch einen Kommentar bei mir unter dem Artikel, das wäre fein.

    Gruß, Manuel

    am 19. November 2008

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