Chance Nachhaltigkeit

Übers Wochende passieren ja manchmal die interessantesten Dinge. Im Zuge der Diskussion zur Kooperation von Utopia mit MySpace und der daraus folgenden Frage um die Sinn- und Wahrhaftigkeit von Utopia, stellte Hannes Offenbacher die These auf, dass es für die Verbreitung der Idee besser wäre, auf Plattformen zurückzugreifen, die bereits über viele Benutzer verfügen. Als Experiment zur Überprüfung dieser Aussage, hat er auf Facebook die Gruppe “100.000 Gesichter für die CHANCE NACHHALTIGKEIT!” gegründet. Vorhin waren schon 80 Benutzer in der Gruppe vertreten, mittlerweile ist die 100er Marke durchbrochen – das Wachstum scheint rasant.

Einen Tipp zum Thema Vernetzung hätte ich noch, der zumindest für die Blogger hilfreich ist. Es ist nicht immer gleich notwendig nach spezielle Social-Networking-Sites zu rufen. Ein probates Mittel sind auch Links in den Artikel zu anderen Blogs. Damit verhilft man dem Leser evtl. zu Informationsquellen, die er u.U. noch nicht kennt, das verlinkte Blog, besser gesagt dessen Autor, wird auf den Artikel aufmerksam und, sofern vorhanden, werden durch den Trackback wieder weitere Leser auf den eigenen Artikel aufmerksam. Ich verspreche, es tut auch nicht weh! Offensichtlich ist es technisch kein Problem, denn die Verlinkung eigener Artikel klappt ja bei den meisten ganz gut.

Einstweilen gebe ich hier den Chronisten. Vielleicht fragen wir uns ja irgendwann wie das alles eigentlich begann, mit den erfolgreichen nachhaltigen Netzwerken.

Andere Blogs zum Thema: vital-genuss.de + Organic Blog + reboundhoststocks + BioEmma + Einfach Nachhaltig + LOHAS Lifestyle + Besser gehts immer + gokui signs


Dieser Artikel wurde verfasst von:  Michael Wenzl
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Dieser Artikel wurde am Montag 3. November 2008 um 09:34 veröffentlicht und ist unter Medien abgelegt. Sie können den Reaktionen mit dem RSS 2.0 Feed folgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen trackback auf diesen Artikel setzen.

11 Kommentare

  1. Hannes Offenbacher schreibt:

    Na wir werden sehen. Innerhalb von nicht mal 24 Stunden haben wir schon 113 Leute. Das fängt mal gut an ;)

    LG

    am 3. November 2008
  2. Manuel schreibt:

    Naja, ich halte ehrlich gesagt nicht allzuviel von irgendwelchen Facebook- oder Myspace-Seiten. Klar, kann man machen, Utopia versucht so ja auch mehr Leute auf sich aufmerksam zu machen. Aber man sehe das mal aus der Sicht der Nutzer. Ich melde mich bei Utopia an, ich melde mich bei Facebook an, dann noch Myspace… und am Ende habe ich was gewonnen? Eigentlich nix. Ändert sich irgendetwas, bloß weil die Gruppe jetzt 8406 “Freunde” hat? Nun ja -als Anreiz gab es ja das Versprechen, dass Bäume gepflanzt werden. Aber, werden sie das nicht sowieso? Denn auf der Blogseite im Myspace-Profil liest man:

    “Insgesamt werden 250.000 Kakaobäume gepflanzt. Darüber hinaus werden so genannte 10.000 Schattenbäume gepflanzt.[...]”

    Was hat das nun mit dem “adden” zu tun? Braucht man also 260.000 Freunde, damit die Bäume gepflanzt werden, oder sind es 260.000 + Freunde-adden, sprich: z.Z. 268406 Bäume?

    Und wie viele der Myspace-Freunde sind sowieso in der Utopia-Community aktiv?

    am 3. November 2008
  3. Hans-Jürgen Langenbahn schreibt:

    Spannend, spannend, was da “Utopia” selbst und ungewollt, und Hannes Offenbacher da losgetreten haben, und was Michael Wenzl in vorbildlicher Weise zu bündeln versteht!

    Ich fasse mal kurz und auszugsweise zusammen:

    Hannes sagt auf Facebook:
    “… Was wäre das für ein Turbo Boost, wenn wir über diese Gruppe tolle, innovative Nachhaltigkeitsprojekte & Events unterstützen könnten?”

    Reto in einem Kommentar dazu:
    “Offenbar scheint gerade das Facebook-Gruppen-Fieber zu grassieren, da wird voll auf den Zusammengehörigkeitsgefühl-Knopf gedrückt. Für mich unbeantwortet ist immer noch die Diskrepanz zwischen Online-Vernetzung und Offline-Aktivität …”

    Manuel sagt oben:
    “Ändert sich irgendetwas, bloß weil die Gruppe jetzt 8406 “Freunde” hat? …”

    Lange Rede kurzer Sinn: Da auch ich der Ansicht bin, dass Online-Communities nachhaltig nur einen Sinn ergeben, wenn sich deren Mitglieder gleichzeitig “offline” kollektiv engagieren, schlage ich – um “Köpfe mit Nägeln” zu machen – für die Facebook-Aktion von Hannes ein konkretes Projekt zur Realisierung vor: “Kaffeewald-Patenschaften” zur Erhaltung der extrem gefährdeten Regenwälder in Äthiopien, dem einzigen Genpool von Kaffee-arabica weltweit. Es wurde von Jörg Volkmann entwickelt und von ihm in meinem Blog unter http://kaffee-blog.maskal.de/lohas/eindrucke-vom-marktplatz-fur-entwicklung-in-washington-teil-iii-kaffeewald-patenschaften-in-athiopien-neue-modelle-zur-walderhaltung
    vorgestellt.

    Für die Realisierung ist wichtig, dass viele Leute aktiv mitwirken. Die Idee beruht darauf, durch möglichst zahlreiche Kaffeewald-Patenschaften die extrem gefährdeten Regenwälder mit ihrer einzigartigen Biodiversität zu erhalten und gleichzeitig den Bauern durch die Nutzung/Vermarktung der Waldprodukte zu dauerhaften Einkommen zu verhelfen. Ohne sofort greifende Maßnahmen werden die Regenwälder – und damit der Genpool von Kaffee-arabica – in ca. 10 Jahren für alle Ewigkeit verschwunden sein.

    Was haltet ihr, resp. was hältst Du, Hannes, von dem Vorschlag? Die Umsetzung wird mit Sicherheit viel Arbeit, Zeit, Nerven und Gelder kosten. Aber wie sangen einst so schön ´Ton, Steine, Scherben´: „Wer soll die Welt verändern, wenn nicht wir?“

    In diesem Sinne

    Hans
    http://kaffee-blog.maskal.de

    am 3. November 2008
  4. Michael Wenzl schreibt:

    @Hans-Jürgen:
    Ich weiss zwar, dass Hannes hier ab und an reinliest. Es ist aber vielleicht besser wenn Du das Projekt, das ich sehr interessant finde, nochmal in der Facebook Gruppe oder im Artikel zur Gruppengründung vorstellst.
    Das ist einer der Nachteile der virtuellen Vernetzung, dass damit auch einhergeht nicht immer alles im Blick zu haben.

    @Manuel:
    Ein grosser Verfechter dieser Online-Netzwerke bin ich auch nicht. Gerade habe ich wieder bei Facebook rumgespielt und mich gefragt was Programmierer reitet so eine Oberfläche auf die Menschheit loszulassen. Fakt ist aber, dass sich viele Menschen dort tummeln und da ist es einfach besser sie dort abzuholen wo sie sind.

    am 3. November 2008
  5. Hans-Jürgen Langenbahn schreibt:

    Hallo Michael,

    vielen Dank für Deinen Tipp! Die Idee, die “Kaffeewald-Patenschaften” ins Spiel zu bringen, kam mir erst, nachdem ich mit dem Schreiben meines Kommentars angefangen habe. Das war eigentlich gar nicht geplant. Aber manchmal finden Dinge, die man ständig im Kopf hat, plötzlich ihr Ventil! Nun gut, ich habe dann alles so gelassen, wie es sich entwickelt hat, habe aber Hannes gleich danach angefragt, was er von dem Vorschlag hielte. Mal schauen, was daraus wird.

    Manuel muss ich völlig Recht geben! Ich verzweifele jedes Mal in Facebook ob seiner Nutzer-Unfreundlichkeit …

    Viele Grüße,

    Hans

    am 3. November 2008
  6. energynet » Blog Archiv » Wissen der Masse nutzen schreibt:

    [...] schon lange üblich ist und jetzt bei den Nachhaltigkeits-Blogs auch langsam beginnt (siehe auch Artikel bei Bioemma). Bei den wenigen Blogs im Bereich der Energieeffizienz und erneuerbarer Energien ist die [...]

    am 3. November 2008
  7. LOHAS - Mythos und Wirklichkeit. | Kaffee-Satz! schreibt:

    [...] ist ja nun eine "schöne Bescherung": Gerade, da in den Blogs von Michal Wenzel, Markus Trumann/Wolfram Latschar, Hannes Offenbacher, Peter Parwan oder bei gokui signs über [...]

    am 4. November 2008
  8. Hans-Jürgen Langenbahn schreibt:

    Hallo Michael,

    nachdem das Legen von Trackback einfach immer noch nicht klappen will (PS: mit anderen Blogs funktioniert jetzt alles Bestens), ein kurzer Hinweis auf meinen Beitrag “LOHAS – Mythos und Wirklichkeit” (http://kaffee-blog.maskal.de/lohas/lohas-mythos-und-wirklichkeit/) auf diesem Wege.

    Viele Grüße,

    Hans

    am 4. November 2008
  9. Michael Wenzl schreibt:

    @Hans-Jürgen:
    Die trackbacks klappen hier schon auch, nur müssen sie erst von mir freigeschaltet werden, bevor sie erscheinen. Das kann je nach Uhrzeit schon mal dauern ;-)

    am 4. November 2008
  10. gokui schreibt:

    ja in der tat,

    das mit dem verlinken klappt gut. deshalb habe ich – gokui – ja auch noch diesen eigens für umweltgedanken gegründeten blog http://naturesense.wordpress.com/ .
    und ja auch die informationsquellen werden mehr. auf in den kampf, in den umweltkampf.

    am 4. November 2008
  11. Donnerstagslinks #59 schreibt:

    [...] es auch im FACEBook teilweise nachhaltig zugeht, wissen wir nicht erst seit der Chance Nachhaltigkeit, sondern auch im kleinen lokalen Protest wird das Soziale Netzwerk für Aktionen genutzt.  z. [...]

    am 6. November 2008

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