LOHAS als Thema bei Pimp My Brain
Alexander Wunschel blickt mit Christoph Harrach von KarmaKonsum über den Tellerrand und unterhält sich über LOHAS. Mit Begriffsdefinitionen, Konsum als Politik, Greenwashing und gewagter These: Öko 1.0 als potentielle Altlast für die weitere Entwicklung zu mehr Nachhaltigkeit.
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Dieser Artikel wurde am Mittwoch 29. Oktober 2008 um 08:33 veröffentlicht und ist unter Medien abgelegt. Sie können den Reaktionen mit dem RSS 2.0 Feed folgen.
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Elementarteilchen schreibt:
Das Gespräch fand bestimmt vor der Finanzkrise statt. Sonst wäre ein Spruch in der Art, der Konsument beeinflusst die Wirtschaft und darüber die Politik, nicht so unreflektiert gefallen.
Michael Wenzl schreibt:
Da Termine Anfang Oktober angekündigt werden, gehe ich davon aus, dass das Interview schon im September war.
Markus Trumann schreibt:
Man kann das Interview sogar genau auf den 5. September datieren, da Christoph Harrach die Konferenz aus Mainz anspricht, auf der er gestern war.
Einfach Nachhaltig schreibt:
Christoph Harrach zu LOHAS bei Pimp my Brain…
Im Podcast “Pimp my Brain” interviewt diese Woche Alex Wunschel Christoph Harrach von KarmaKonsum zum Thema LOHAS. Die 50 Minuten sind absolut hörenswert.
Link: PIMP MY BRAIN ZU LOHAS MIT CHRISTOPH HARRACH
Es werden einige spannende T…
Stefan R. schreibt:
Schau an ein neues Blog, etwa die Nase voll von den Agrarthemen?
@Elementarteilchen Den Regelkreis Verbraucher -> Wirtschaft -> Politik gibt es zweifellos auch nach der Finanzkrise noch. Die Frage ist, wie stark der Einfluss der Wirtschaft in Richtung Konsument ist. Das ist der Punkt an dem ich mich frage ob LOHAS nicht einfach nur eine Zielgruppendefinition ist, die sich die Wirtschaft dann wieder passend zu recht biegt.
Die Spitze gegen die Öko 1.0 ist doch logisch, mit denen lässt sich ja kein Geld verdienen
Christoph Harrach schreibt:
Hallo zusammen,
@ Micha: Die These “Ökos seien eine Altlast für mehr Nachhaltigkeit” habe ich nie so formuliert. Ich habe grundsätzlich sehr sehr großen Respekt vor den Biopionieren – sowohl vor den Unternehmern wie auch vor den Konsumenten. Ich möchte das an dieser Stelle richtig stellen, solltest du was falsch verstanden haben. Der Kontext dieser Aussage muss auch genannt werden, um zu verstehen, was ich damit gemeint habe. Es geht darum, dass ich eine Gefahr sehe, dass Amerikaner (die die erste Öko-Generation nicht in dem Maße haben, wie wir in DE haben) dabei sind, uns Deutsche als Biopionieren zu verdrängen …
@Elementarteilchen
Die Aussage ist nicht unreflektiert, sondern sehr logisch, weil konsequent gedacht. Die Ursachen-Wirkungs-Prinzipien des Konsums gelten natürlich auch für den Finanzmarkt – Thema ethischens Investment – die Ökobanken haben gerade so viel Kapitalzufluss, dass sie mit den Konteneröffnungen nicht hinterherkommen.
@ Stefan:
Die Öko 1.0-Unternehmen verdienen sehr wohl Geld. Darum geht es mir aber gar nicht, sondern darum, die alten Inhalte und Werte in eine zeitgemäßen Form zu präsentieren, um einen nachhaltigen Lebensstil für immer mehr Menschen attraktiv zu machen.
Stefan R. schreibt:
@Christoph Ich glaube Dir schon, dass Du das anders gemeint hast aber die “die Altlasten der ersten Ökogeneration” ist einfach keine positive Formulierung, da hilft der Kontext auch nix. Sie es doch positiv, ohne das Spannungsfeld wäre das Thema fürchterlich langweilig – vor allem für einen Öko 1.0 wie mich
Michael Wenzl schreibt:
@Stefan:
Ganz im Gegenteil, ich will den Agrarthemen nur drüben etwas mehr Gewicht verleihen.
@Christoph:
Ich habe das schon richtig verstanden, vielleicht macht es das eingefügte “potentiell” einfacher. Aber mal ganz ehrlich, das ist schon ein argumentativer Drahtseilakt zur Erklärung die Unterschiede zwischen Öko 1.0 und LOHAS hervorzuheben.
Ich denke auch der Vergleich mit den USA hinkt. Als ich in den USA war, hatte ich Kontakt zu Ökokommunen und der green party. Mit deren Hang zum gehobenen Zeigefinger brauchten und brauchen die sich nicht zu verstecken. Ob dort nun aber aber jeder LOHAS weiss, worauf die Ideen zurückgehen, wage ich tatsächlich zu bezweifeln. Das gilt für einige europäische LOHAS aber wahrscheinlich ebenso.
Aber das ist ein anderes Thema, sollte ja eine Ankündigung und keine Besprechung werden
Kirsten schreibt:
Wow, was ist denn das schon wieder für eine zirsensische Nummer? Anstatt zusammenzuhalten und die Sache nach vorne zu bringen, gefallen sich Alt-Ökos und Neo-Ökos in Grabenkämpfen und lassen sich so hübsch auseinander dividieren. Ist das nicht inzwischen langweilig? Ich habe es ja schon mal gesagt, ein paar neue kluge Gedanken wären schön. Das gilt auch für Interviews mit zweifellos verdienten “changemakern” wie Christoph. So nennt Utopia übrigens Alt-Ökos und Neo-Ökos. Übersetzungsvorschläge?
Stefan R schreibt:
@Kirsten aber ist “Alt-Ökos und Neo-Ökos” nicht auch wieder ein Versuch die Unterschiede hervorzuheben? OK ok es ist vielleicht nur das Alter, aber mit meinen gerade mal knapp über 30 dürfte ich mich vielleicht zu den Neo-Ökos zählen. Mit dem Hedonismus der LOHAS habe ich aber nix am Hut, bin ich dann 1.0 oder was? Du hast schon recht, die Diskussion ist unsinnig und es gibt sie trotzdem. Wahrscheinlich noch so lange wie das abgelegte Öko-Sandalen-Image, das es auch nie gab, zum grossen Fortschritt der Neo-Ökos/LOHAS/wasauchimmer stilisiert wird.
Elementarteilchen schreibt:
@Stefan + @Christoph:
Daß es den Zusammenhang gibt ist mir schon klar. Die Finanzkrise betrifft auch das gesamte Konsumverhalten. In dem Zusammenhang würde man heute wahrscheinlich schon noch hinterfragen (oder reflektieren) ob das freie Spiel der Marktes wirklich so toll ist.
Ich hoffe schon irgendwie, daß den Politiker ein Licht aufgegangen ist, daß es nichts bringt immer nur der Wirtschaft zu folgen. Klar könnte man die Frage stellen ob das mit ethischem Konsum od. Investment nicht passiert wäre. Bis die beantwortet ist wird aber schon staatliche Kontrolle eingesetzt sein und das ist ein politischer Weg.
@Kirsten:
“zirsensische Nummer” “Grabenkämpfen” wie wäre es einfach nur mit Diskussion? Langweilig finde ich das nicht
Christoph Harrach schreibt:
@ Kirsten: Grundsätzlich hast du recht und ich werde achtsamer sein in meiner Wortwahl – dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Pionieren (ist wertschätzender) und den Neogreens und ich finde es wichtig, diese auch aufzuzeigen. Beide Seiten können voneinander lernen: Substanz und Form können viel bewegen, wenn man sich auf den gemeinsamen Wert Nachhaltigkeit beruft.
Stefan R schreibt:
Irgendwie hat die Betonung der Unterschiede schon Programm bei den LOHAS >>Im Gegensatz zu den “alten Ökos” sind wir technologiefreundlich und genussorientiert.<< http://www.lohas-blog.de/2008/11/02/das-lohas-credo/