Aufgehübscht

Wie angekündigt, habe ich die Liste ein wenig strukturiert. Blogs und Journale sind jetzt separat. Die Unterscheidung fiel leichter als ich erwartet hatte. Mit den Kriterien “Redaktion – Pressemeldungsverteiler – konventionelles CMS” kommt man schnell zu einem Ergebnis. Die Abteilung Journale ist jetzt begrifflich um Portale erweitert, falls dazu jemandem etwas einfällt, immer her damit, die Liste ich noch nicht geschlossen. Gilt natürlich auch für Blogs, die noch fehlen und erst recht für Podcasts, die es nun auch als eigene Sektion gibt.

Aus der Aufzählung kann man jetzt auch entnehmen, wer den gesamten Artikeltext oder nur einen Anriss im RSS Feed anbietet. Bei den Journalen, die in der Regel einen klar erkennbaren kommerziellen Hintergrund haben, ist Volltext die Ausnahme. Die allermeisten Blogautoren spendieren den Volltext, nur 17 gönnen den Lesern lediglich eine Anriss. Bei den meisten davon, dürfte es nicht einmal Absicht sein.  Also wer sich in dieser Gruppe wiederfindet ohne es zu wollen, sollte einfach mal die Einstellungen seiner Blogsoftware durchgehen.

Zentrales Vernetzungsinstrument der Blogs sind die Rückverweise, neudeutsch Backlinks. Realisiert werden sie über die Trackback- od. Pingback-Funktion der Blogsoftware. Wird in einem Artikel ein Link zu einem anderen Blog gesetzt, so wird dieses automatisch benachrichtig und in der Folge erscheint unter dem verlinkten Artikel ein Hinweis auf den verlinkenden Blogeintrag. Klingt verwirrend, aber jeder kennt es und meistens klappt das auch wenn man die Details nicht kennt. Ärgerlich ist nur wenn Blogs diese Funktion nicht unterstützen, weil es eben ein elementares Mittel zur Vernetzung ist. Zwölf Blogs der Liste kennen weder Trackback noch Pingback. Auch wahrscheinlich kein böser Wille dahinter. Einerseits sind es Blogs die bei Anbietern gehostet sind, die diese Funktion scheinbar generell nicht unterstützen, das sind blogspot.com/blogger.com, myblog.de, blueblog.ch. Wem an Vernetzung liegt, sollte da vielleicht einen Wechsel des Anbieters in Betracht ziehen. Die andere Fraktion der rückverweisungsunwilligen Blogs, sind im strengeren Sinne gar keine. Sie verwenden ein “normales” Content-Management-System und hauchen diesem Blog-Atmosphäre ein, konkret Drupal. Doch auch hier kann geholfen werden, denn dafür existiert das Modul TrackBack.

Bei der Durchsicht der Blogs ist mir aufgefallen, dass in den Kommentaren hin und wieder pampig reagiert wenn die Trackbacks bzw. Pingbacks nicht funktionieren. Ich will keinem vorschreiben wie zwischenmenschlicher Umgang abzulaufen hat, bitte aber folgendes zu bedenken. Bei vielen Blogs werden die Track- und Pingbacks moderiert, weil das Spamaufkommen zu hoch ist. Es dauert schon mal bis man dazu Zeit hat. Ausserdem ist es meiner Erfahrung nach so, dass die Ursache fehlender bzw. verlorener Rückverweise meistens beim Sender liegt. Besonders gern passiert es z.B. bei WordPress, dass sowohl ein Trackback, als auch ein Pingback verschickt werden. Das ist eigentlich unnötig und führt bei entsprechend konfiguriertem Spamfilter automatisch zur Ablehnung. Und selbst wenn man sicher ist, dass der Empfänger die Ursache sein sollte, einfach einen Kommentar schreiben und als URL den verlinkenden Artikel angeben. Eine fehlende Trackback-URL ist übrigens kein Hinweis darauf, dass die Funktion gar nicht vorhanden ist. Möglicherweise werden Pingbacks unterstützt, die URL dafür steht dann im HTML Code der Seite und wird automatisch ausgewertet. Oder der Blogbetreiber verlässt sich darauf, dass die Trackback-URL automatisch erkannt wird, serendipity macht das sehr zuverlässig.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Blogkarte von rivva. Frank stellt sie um, so dass zukünftig nur noch Blogs erscheinen, die einen sog. Geo-Tag im Header haben. Wer dort erscheinen will, sollte diesen im Quellcode seiner Webseiten hinzufügen. Hilfreich zum Erzeugen ist der Geo-Tag Generator. Die Karte von Sebastian Backhaus betrifft diese Veränderung nicht!


Dieser Artikel wurde verfasst von:  Michael Wenzl
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Dieser Artikel wurde am Montag 29. September 2008 um 18:41 veröffentlicht und ist unter Allgemein abgelegt. Sie können den Reaktionen mit dem RSS 2.0 Feed folgen. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen trackback auf diesen Artikel setzen.

7 Kommentare

  1. Reto schreibt:

    Hey, Micha, schön, wie Du Dich der Sache annimmst! Hauptproblem, wie ich bei meinem ersten Wurf der Liste sowie meiner Liste/Karte mit den Permakulturprojekten gemerkt habe, ist das Pflegen.

    Ein Single-point-of-FailureAdministration hat zwar den Vorteil, dass das ganze sehr konsistent bleibt, aber auch den (entscheidenden) Nachteil, dass alles an einer Person hängt.

    Eine offene, community-basierte Lösung würde dem abhelfen, hat natürlich aber wieder anderen Aufwand zur Folge …

    am 30. September 2008
  2. Michael Wenzl schreibt:

    @Reto:
    Falls die Community mal bei Dir vorbeikommt, schick’ sie doch einfach weiter zu mir, eine Lösung findet sich dann schon ;-)

    am 30. September 2008
  3. Reto schreibt:

    *hehehe* Die Community ist doch schon bei Dir :-) .

    am 30. September 2008
  4. Horst schreibt:

    Wo ich gerade Podcasts lese, fällt mir doch glatt einer ein, der noch fehlt. “Das Abenteuer Nachhaltigkeit”: http://www.abenteuer-nachhaltigkeit.de/

    Ansonsten prima Arbeit. Danke dafür.

    am 30. September 2008
  5. Michael Wenzl schreibt:

    @Reto:
    Dann muss ich mir ja jetzt eine Lösung ausschwitzen …

    @Horst:
    Ist zwar schon einige Zeit ruhig, ich nehm’ ihn trotzdem auf, vielleicht ist das ja Motivation für neue Folgen. Ausserdem steht Susanne nicht mehr so alleine da ;-)

    am 30. September 2008
  6. Green Map – Bio Emma schreibt:

    [...] Hat ja auch seine Vorteile, es besteht immerhin die Hoffnung, dass man Mitstreiter findet und dem Single-Point-of-Administration entgeht. Wesentlich wichtiger finde ich es, die Green Map in andere Projekte einzubinden. Manchmal [...]

    am 30. September 2008
  7. Microblogging, anyone? – Bio Emma schreibt:

    [...] keine Lösung, auch wenn ich die fast versprochen habe. Einfach eine Einladung zum Experimentieren. Auf omb.bioheme.net habe ich eine laconica Server [...]

    am 1. Oktober 2008

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