Desktop Blogging 2
Noch ein kurzer Nachtrag zum ersten Teil: Mit Scribefire gelang es mir nicht einen bereits existierenden Artikel zu ändern und wenn Scribefire ein Fenster, z.B. für die Eingabe von Links, öffnet, kann man in anderen Browserfenstern solange keine Eingaben mehr vornehmen bis es wieder geschlossen wurde.
Aber nun zu Bleezer.Das editieren existierender Artikel scheint zu klappen. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, es versieht seinen Dienst erfreulich unauffällig. Ab und zu verschluckt sich der Editor an der Mausbewegung und setzt den Cursor irgendwo im Text. Das kann durchaus an der bei mir installierten Java Version liegen.
Nach ein paar Minuten ein Resüme zu ziehen ist schwierig. Sowohl Scribefire als auch Bleezer haben Schwächen. Es ist nicht ersichtlich was es bereits an Schlagworten (tags) in anderen Artikeln existiert und ausserdem sind nur technorati tags unterstützt und nicht in der Datenbank des Blogs gespeichert. Bei Scribefire sind im Gegensatz zu Bleezer Trackbacks möglich, allerdings würde ich mir aber noch wünschen, dass die Trackback-URLs automatisch erkannt werden.
Was bleibt ist die grundsätzliche Frage ob Desktop Blogging Tools sinnvoll sind. Da kann ich keinen Vorteil dieser Programme erkennen. Wenn man unbedingt offline arbeiten muss, kann man den Text durchaus mit einem simplen Editor erstellen und per copy-paste übertragen wenn wieder eine Netzverbindung zur Verfügung steht. Hinderlich ist, dass nicht alle Funktionen der Blogsoftware zur Verfügung stehen. Angefangen von der bereits erwähnten Verschlagwortung bis zum fehlenden Zugriff auf die Bilder in der Galerie des Systems. Würde man mich zwingen wollen so ein Tool einzusetzen, wäre unter Linux Scribefire meine Wahl.
Für thingamablog will ich eine Lanze brechen. Die Software ist zwar eigentlich für eine andere Anwendung gedacht als die beiden vorgenannten, gerade das macht es aber zu einem Schmuckstück. Es muss nicht immer die neueste und schickste Software auf dem Server laufen, nur damit ein oder zwei Besucher am Tag die neuesten Ergüsse lesen können. Statische HTML Dateien reichen dafür aus, die müssen nicht einmal schlecht aussehen. thingamablog bringt eine Reihe von Designvorlagen mit, die sich leicht anpassen lassen. Sofern man weiss was FTP ist, hat man damit in weniger als fünf Minuten sein erstes Blog online. Der dafür notwendige Webspace, vorausgesetzt man will keine eigene Domain, ist bei einigen Anbietern Bestandteil des DSL Pakets, ohne, dass weitere Kosten enstehen. Ausprobiert habe ich es übrigens hier. Der erste Artikel war 10 Minuten nachdem ich thingamablog das erste Mal gestartet habe online. Die meiste Zeit ging aber fürs Artikelschreiben drauf und so soll es beim Bloggen ja eigentlich sein.
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